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T2 und T3: Unsere Bulli-Zeit von 2001 bis 2022

Seit dem Jahr 2001 fährt Familie Gussenstätter begeistert Bulli. Es begann mit einem T2, und seit vielen Jahren erfreut sich die ganze Familie an einem T3 mit Hochdach. Hier erzählt Peter Gussenstätter, der in Jena lebt, die Geschichte.

Der T2.

 ©Peter Gussenstätter

Hallo liebe Bulli-Gemeinde!

Unsere Bulli-Leidenschaft begann im Jahr 2001 mit einem T2 Baujahr 1973.

Der bis dahin schon etwas verwahrloste Firmentransporter stand zur Verschrottung im hintersten Eck eines Firmengeländes.

Ich hatte ihn beim Hundespaziergang zufällig entdeckt und auf Nachfrage beim Firmenboss konnte ich den "Sanierungsfall" für eine Kiste bayerisches Vollbier auslösen.

In einer kleinen Werkstatt im Bayerischen Wald wurde aus dem blauen Bulli dann ein grüner Lichtblick, den dann der Jüngste in der Familie für drei Jahre übernahm.

Der T3.

 ©Peter Gussenstätter

Die Idee, den T2 noch zum Camper auszubauen wurde wieder verworfen, da uns eine Bulli-Ausbaufirma davon abriet ("Jedes Kilo, das ihr in den T2 einbaut ist eines zuviel") und uns gleichzeitig einen T3 mit Carthagohochdach vermittelte.

Der Vorbesitzer, der auf einen T5 umstieg, hatte mit dem T3 viele Ausfahrten erlebt und hatte unter anderem Skandinavien, England, Irland, Italien, Korsika und Kroatien in ihm abgefahren, was die Aufkleber auf einer Hälfte des Hochdachs bewiesen.

Er bat mich dann bei der Übernahme, die Aufkleber nicht abzunehmen. Ich dachte mir, dass ich dann jetzt eben auf der anderen Seite des Hochdachs Sticker meiner Ziele aufbringe, was auch in den letzten 18 Bulli-Jahren geschah.

 ©Peter Gussenstätter

Doch nochmals zurück zu unserem T2. Er stand etwas abseits im Schatten des T3 und wir hatten auch keine richtige Verwendung mehr für ihn. Mit der Weitergabe an einen jungen Mann wurde der Kreis der Bullifreunde erweitert.

Durch die komplette Ausrüstung des T3-Campers mit Küchenblock, Gasherd, Kühlschrank, Schränke, Heizung, zusätzlich zwei Schlafplätze unterm Dach inklusive Vorzelt wurde er nach etwas Auffrischung (neue
Vordersitze, Matratzen etc.) zu versetzten Einsatzzeiten zum begehrten Urlaubsfahrzeug aller Familienmitglieder mit Anhang.

So war der rote Bulli sofort für Reisepläne ausgebucht: Der Jüngste fuhr mit Studienkollegen zu Rockkonzerten im In- und Ausland, die anderen Familien waren mit  Vollbesetzung regelmäßig in südlichen Ländern unterwegs.

 ©Peter Gussenstätter

Nach den erfolgreichen, problemlosen und sorgenfreien Ausfahrten der Jugend, waren nun wir an der Reihe (Gretel, Peter und Terrierhündin Coco). Und wir trauten uns gleich auch an größere Touren.

Nach mehreren Spanienrundfahrten entdeckten wir vor allem die heimischen Gebiete: Rügen, Usedom, Mecklenburger Seen, Bodensee etc.

Aber auch zahlreiche Bullitreffen mit vielen tollen Begegnungen und Erlebnissen waren regelmäßig unser Ziel.
Sogar im Winter wurde gelegentlich zu den Volksskiläufen gefahren. Das absolute Highlight war die Übernachtung in Oberhof bei minus 20 Grad und um 7:00 Uhr im Bulli die Skipräparierung für den Rennsteiglauf.

 ©Peter Gussenstätter

Eine gelungene Ergänzung gab es 2010 mit dem Qek-Wohnwagen(Baujahr 1987). Als ideales West-Ost Reisegespann zogen wir nun los, und auch der Einer-Kajak auf dem Bullidach wurde durch einen Zweier-Kanadier ersetzt beziehungsweise ausgetauscht.

Ab 2012 wurde der Bulli zum Firmen-/ Reisemobil. Durch meine Interimstätigkeit gab es laufend wechselnde Einsatzorte im Bundesgebiet, und so waren zur Übernachtung und zum Leben vor Ort dann die Campingplätze mein Zuhause. Tagsüber Arbeitseinsatz in der jeweiligen Firma, abends Relaxen im Grünen mit Bulli und Wohni.

Inzwischen waren die Fahrzeuge an der 30-Jahr-Grenze und es stand vor allem beim Bulli einiges an.

Nach einer Generalüberholung an Getriebe und Motor sowie Gesamtlackierung wurde er 2016 anstandslos zum Oldtimer und bekam das H-Kennzeichen. Er tuckert zuverlässig weiter jedes Ziel an und steuert jetzt auf die 400.000 Kilometer zu.

 ©Peter Gussenstätter

Bei einem Sommerausflug 2019 im Bayerischen Wald "stolperte" ich dann noch über einen weiß-blauen T3 (Bj. 86), der auch als Wohnmobil ausgebaut ist.

Nachdem dieser noch angemeldet und fahrbereit war, konnte ich den hübschen Oldie kurzfristig übernehmen und auch nach Jena überführen.

Es fällt uns schwer, aber wir haben es jetzt entschieden und es ist an der Zeit, dass der gesamte Fuhrpark neuen Besitzern viel Freude bereiten könnte.

 ©Peter Gussenstätter

Wir haben viel Schönes gemeinsam erlebt und sind jetzt bereit, das Bullifieber weiterzugeben, das heißt:

Nachfolgekandidaten können gerne auf uns zukommen. Meine E-Mail-Adresse lautet: Peter_Gussenstaetter@hotmail.de

Es grüßen mit "Bulli Forever",

Gretel + Peter

von Gerhard Mauerer